Vitamin D bessert Kopfschmerzen, Schlaf und körperliche Fitness

Die Prävalenz von Kopfschmerzen ist umso höher, je weiter entfernt Menschen vom Äquator wohnen. Diese Erkenntnis führte zu der Vermutung, dass Vitamin D auch bei Kopfschmerzen eine Rolle spielt. Studien und Fall-Kontroll-Untersuchungen bestätigen mittlerweile einen Zusammenhang. Experten sprechen sogar von einem Symptomenkomplex unter Einbeziehung von generalisierten Muskelschmerzen und Schlafstörungen, die allesamt mit einem Vitamin D-Defizit einhergehen. Die Therapie mit Vitamin D bessert die Schmerzen, fördert einen erholsamen Schlaf und steigert die körperliche Fitness.

Die Kopfschmerzhäufigkeit steigt mit zunehmender Entfernung vom Äquator, haben indische Wissenschaftler vom Department of Neurology, Medical College, SSG Hospital, in Vadodara (früher Baroda) festgestellt. (12) Die Vermutung lag nahe, dass ein Zusammenhang mit der Vitamin D-Versorgung vorliegt. Überprüft wurde dies in der 6. Tromsø-Studie, Dänemark. Dazu wurden Daten von 11.614 Personen ausgewertet: Die Studienteilnehmer mit den niedrigsten Vitamin D-Serumspiegeln hatten häufiger Kopfschmerzen (OR = 1,20, also 20 Prozent häufiger) als die Teilnehmer mit den höchsten Vitamin D-Werten. (7) Auch nach Berücksichtigung potenzieller weiterer Einflussgrößen wie Rauchen, Alkoholkonsum, Alter, Geschlecht, Body-Mass-Index, körperliche Aktivität und chronische Erkrankungen war der Zusammenhang zwischen Vitamin D-Serumspiegeln und Kopfschmerzen vom Nicht-Migräne-Typ signifikant. (2, 3) Für Migräne-Kopfschmerzen konnte ein solcher Zusammenhang allerdings nicht nachgewiesen werden. Die dänischen Forscher mutmaßten, dass Vitamin D auch die Hirnregion beeinflusst, die an der Entstehung von Nicht-Migräne-Kopfschmerzen beteiligt ist.

Chronische Spannungskopfschmerzen mit Vitamin D lindern

Eine Bestätigung dieses Ergebnisses lieferte eine indische Fallstudie. (9) Acht Patienten, die unter chronischen Spannungskopfschmerzen litten, erzielten mit Kopfschmerztabletten keine Linderung ihrer Beschwerden. Alle Patienten hatten Vitamin D-Serumspiegel unter 10 ng/ml. Nach Gabe von täglich 1.000 bis 1.500 IE Vitamin D und zusätzlich 1.000 mg Calcium hatten alle Patienten nach vier bis sechs Wochen keine Kopfschmerzen mehr. Da sich die Calcium-Werte bereits nach einer Woche Calcium-Einnahme normalisiert hatten, schrieben die Wissenschaftler die Wirkung der Vitamin D-Gabe zu.

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Nach dem Winter oft Vitamin D-Mangel


Vitamin D: Viel spricht für die tägliche und ausreichend hohe Substitution

Seit nunmehr zwei Jahrzehnten wird das Sonnen-Vitamin D intensiv erforscht. Die Erkenntnis, dass nahezu alle kernhaltigen Körperzellen Vitamin D-Rezeptoren besitzen, hat das Interesse geweckt. Unbestritten ist heute: Das Potenzial von Vitamin D geht weit über den Schutz der Knochengesundheit hinaus. In welchen Dosierungen es zur Therapie und Prävention zahlreicher Erkrankungen genutzt werden kann, darüber gehen die Meinungen und vor allem die Empfehlungen auseinander.

In den vergangenen Jahren wurden die Obergrenzen für die Vitamin D3-Substitution aufgrund von Studienergebnissen immer wieder nach oben korrigiert. Zuletzt geschah dies 2012 durch die Europäische Zulassungsbehörde für Lebensmittelsicherheit (efsa), die mit 2.000 IE pro Tag für Kinder und 4.000 IE pro Tag für Erwachsene die Obergrenze für die Vitamin D3-Substitution deutlich nach oben setzte. Und selbst das Institute of Medicine in den USA erkennt in seiner als konservativ einzustufenden Leitlinie von 2010 die Sicherheit von Vitamin D in der Dosierung von 4000 IE pro Tag an. Wissenschaftliche Ergebnisse legen nahe, dass sogar tägliche Gaben von bis zu 10.000 IE sicher sind.

Schätzungsweise eine Milliarde Menschen weltweit sind ungenügend mit Vitamin D versorgt.(37) Bezogen auf einen Grenzwert von 50 nmol/l 25-OH-Vitamin D3 im Serum hat mehr als die Hälfte aller Bundesbürger einen Vitamin D-Mangel. Niedrige Vitamin D3-Serumkonzentrationen gefährden nicht nur die Knochengesundheit, sondern werden mit zahlreichen akuten und chronischen Erkrankungen in Zusammenhang gebracht. Dazu gehören basierend auf Beobachtungsstudien: Arthritis, Asthma, entzündliche Darmerkrankungen, Depression, Diabetes, Emphyseme, Fibromyalgie, Herzinsuffizienz, Hypertonie, Infektionskrankheiten wie Grippe und Lungenentzündung, verschiedene Karzinomarten, vor allem kolorektale Karzinome, kognitive Beeinträchtigungen, Koronararterienerkrankung, Multiple Sklerose, Muskelschwäche, Parkinsonsche Krankheit, Psoriasis, Übergewicht und Unfruchtbarkeit.

Eine ausreichende Vitamin D-Versorgung hat umfassende protektive Effekte, so das Fazit aus zahlreichen Studien. Vitamin D3 ist gegen bakterielle und virale Infektionen wirksam, bietet Schutz vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen, verbessert die Insulinresistenz, hemmt überschießende Immunreaktionen und reduziert das Risiko, Multiple Sklerose zu entwickeln. Es gibt Hinweise, dass es vor Demenz, neurokognitiven Störungen und Depression schützt. Vitamin D3 beugt Krebserkrankungen vor, hemmt bei bestehenden Tumorerkrankungen das Tumorwachstum und schwächt die Bildung von Rezidiven und Metastasen ab.

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